Friedenskonferenz Wanderer (DORGON 97)

Der intergalaktische Konflikt spitzt sich zu, die Gegner stehen einander gegenüber, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre. Da scheint es doch einen Hoffnungsschimmmer zu geben: Überraschenderweise meldet sich ES, die Superintelligenz, die seit jeher die Galaktische Gruppe um die Milchstraße bewacht. Er ruft eine Konferenz aller Konfliktparteien ein. Doch läuft nicht alles wie vorgesehen …

Kostenloser Download hier: http://www.dorgon.net/quarterium/heft-097/

Raumstation SOLARIS STATION

Elyn

Das Jahr 1306 NGZ war ein trauriges Jahr für die Bewohner Druithoras gewesen. Seit einigen Monaten tobte der Krieg in M 87. Es war ein grauenvoller, rücksichtsloser Krieg, der auf beiden Seiten mit unerbittlicher Entschlossenheit geführt wurde.

Gefangene wurden kaum gemacht, die Rechte der Wesen wurden mit Füßen getreten.

Elyn war sehr froh, diesen Ort des Grauens für eine Weile verlassen zu können. Die TERSAL war direkt aus M 87 durch das Sternenportal gekommen. Das Quarterium hatte Wort gehalten und sie unbeschadet passieren lassen.

Die Alyske betrachtete gelangweilt das Chronometer, welches die terranische Zeitrechnung anzeigte: 3. April 1307 NGZ. In zwei Tagen begann die Konferenz von Wanderer.

Vor ihnen lag die Raumstation SOLARIS STATION, hinter ihr die beiden anderen Stationen SOL STATION und SUN STATION. Elyn war seit fast einem Jahr nicht mehr hier gewesen.

Es hatte sich nichts verändert. Die tausend Schiffe MODRORs blockierten immer noch das Sternenportal. Sie waren zwar nicht in der Lage, Ankömmlinge abzuwehren, führten jedoch Kontrollen beim Abflug durch das Sternenportal durch.

Unweit davon entfernt befanden sich fünftausend Schiffe der LFT, der Posbis, Tefroder und der Maahk sowie einige wenige Haluterraumer und fünftausend SUPREMO-Raumer des Quarteriums. Die Schiffe hatten in den letzten Monaten gemeinsame Übungen abgehalten, um der Bedrohung durch MODROR entgegenzutreten. Elyn deutete dies als erstes hoffnungsvolles Zeichen der Annäherung zwischen den beiden menschlichen Staaten.

Hinzu kamen jetzt hunderte Schiffe aller möglichen Völker, allen voran saggittonische, dorgonische und akonische Raumer. Für Elyn, die noch vor kurzer Zeit in M 87 gegen das Quarterium gekämpft hatte und nun all jene Stahlkolosse friedlich nebeneinander schweben sah, bot sich ein seltsames Bild.

Das war hier möglich, denn politisch gesehen waren die LFT und das Quarterium noch Verbündete, während die Allianz aus USO, Saggittor und Akon zu den Feinden des Quarteriums zählten.

Dass die LFT die USO mit Waffen und Raumschiffen unterstützte, war dem Quarterium sicherlich bekannt, doch anscheinend kein Kriegsgrund für Emperador de la Siniestro. Außer er spielte auf Zeit. Oder gab es andere Gründe?

Elyn betrachtete Gal’Arn und Jaktar. Inzwischen hatte sie sich an den weisen Ritter gewöhnt, der ihr um einiges voraus war, obgleich er jünger war als sie. Doch Gal’Arn strahlte eine seltene Souveränität aus. Selbst Elyn konnte nach all ihren Lebensjahren noch etwas von ihm lernen.

Den Krieg hatte sich die Alyske nicht so grausam vorgestellt. Es war abscheulich, mitansehen zu müssen, wie Skoars und Dumfries Menschen totprügelten und quarteriale Soldaten die Zivilbevölkerung in M 87 erniedrigten und niedermetzelten. Dieser Krieg wurde mit unvorstellbarem Hass geführt, den die Bestien auf die Spitze trieben. Sie kannten kein Erbarmen. Anscheinend war Torsor davon besessen, ganz M 87 zu entvölkern.

Umso ungewöhnlicher war die Situation am Sternenportal der Lokalen Gruppe.

Die TERSAL landete im großzügig angelegten Hangar von SOLARIS STATION. Die Alyske freute sich, endlich wieder Bewegungsraum zu bekommen. Am Leben teilzuhaben. Die Eindrücke von M 87 waren schwer zu verarbeiten und der beengte Raum auf der TERSAL hatte sie auch nicht recht abschalten lassen, selbst wenn Jaktar immer bemüht war, sie aufzuheitern, und Gal’Arn ihr in Gesprächen half, den Tod hinter sich zu lassen.

Zwei Terraner und ein kleines Pelztier begrüßten die Ankommenden. Elyn hatte von dem Knirps aus Infomaterial über die terranische Geschichte gehört. Sein Name … der hatte was mit den großen, glänzenden Augen zu tun, die sie neugierig musterten. Der Kleine hielt ihr die Handfläche entgegen, spreizte zwei Finger und sagte: »Lebe lang und in Frieden, Vulkanierin.«

Elyn wusste damit nichts anzufangen.

»Guten Tag«, erwiderte sie zögerlich.

Gucky zeigte seinen blinkenden Nagezahn.

@PROC

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