Regensburg Reloaded

35 Jahre ist es her – mindestens, wie meine allerälteste Freundin betonte, als wir am Wochenende durch Regensburg liefen. Inzwischen hatten wir beide volljährige Töchter dabei, und wir drehten eine Touristenrunde.

Die Stadt an der Donau ist gut gealtert, es gibt noch sehr viele der alten Läden und Orte, aber alles ist modernisiert, lebt und brummt. Von der Steinernen Brücke aus konnten wir ablegende Schiffe sehen.

In den engen Gassen lohnt sich der Blick nach oben, hat doch der Salzhandel mit Italien die Stadt nicht nur reich gemacht, sondern ihr auch jene Geschlechtertürme beschert, wie wir sie auch an Orten wie San Gimignano finden – Familientürme, he höher, desto spektakulärer.

Die Auslagen der Geschäfte in den engen Gassen und den wenigen breiten Straßen der Altstadt sind beeindruckend künstlerisch gestaltet. Das Alte Rathaus, Ursprung von Redewendungen wie „auf die lange Bank schieben“ (die Bank, auf der die Honoratioren zur Beratung saßen) und „eine Lösung am grünen Tisch finden“ (von de facto grünen Tisch, an dem der Dreißigjährige Krieg per Verhandlung beendet wurde) war zu.

Wir besuchten auch den Dom, der eine beeindruckende, erst vor wenigen Jahren gebaute Orgel hat. Da die alten Mauern eine Befestigung der 36 Tonnen Metall und Holz an den Seitenwänden nicht tragen könnten, griff die Orgelbaufirma zu für Seilbahn-Seilen, um das Instrument in der Dachkonstruktion zu verankern.

Das Wetter war sehr gut, eher sehr heiß, weshalb wir nun auch wissen, dass das Eis in Regensburg ebenfalls gut ist.

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