Uwe Anton »Die Nacht der 1000« (PR 2922)

Der 1000. Roman seit Uwe Antons Erstling in der PERRY RHODAN-Serie spielt in der eliteorientierten Gesellschaft der Gäonen, die so sehr einem historischen Vorbild nacheifern, dass sie beim Kontakt mit seinen lebenden Vertretern sehr unzufrieden sind. Rhodan und seine Begleiter werden enthusiastisch begrüßt, doch schnell schlägt die Stimmung um: Ansprüche an militärisches Auftreten, rassistisches Ausgrenzen von Posbis, Schwarzen und Kamashiten sowie Proteste gegen den »Knecht des Wanderers« prägen den Aufenthalt auf Gäon im Neo-Solsystem.

Rhodans Team lernt die Solastratorin des Zweiten Solaren Imperiums, Cassandra Somerset, kennen und den wahren Machthaber, den Sternenadmiral Arbo Perikles Dannan. Sie werden zu einer populären Show eingeladen, der »Nacht der 1000«. Und dort kommt es trotz aller Kontrollen zum Attentat. Doch gegen wen richtet es sich und aus welchen Motiven?

Die Trilogie um das Zweite Solare Imperium endet mit Perry Rhodans offiziellem Besuch in der Welt der besseren Terraner. Ein Ereignis, das Leo Lukas im Auftaktband sorgsam vorbereitet hat. Bei diesem Staatsbesuch, umrahmt von mächtigen Menschen und Medien, erleben Rhodan und seine Begleiter eine von Militarismus und Fremdenfeindlichkeit geprägte Gesellschaft.

Für den Autor Uwe Anton ist Science Fiction stets eine Beschäftigung mit der Gegenwart, ihn reizt der verfremdende Spiegel, den die SF unserer Welt vorhalten kann. Dieser Zielsetzung hat er in »Die Nacht der 1000« viel Platz eingeräumt. Und dies mit Absicht, ist es doch Band 1000 nach seinem Perry-Rhodan-Erstling »Die Solmothen« (PR 1922) aus dem Jahr 1988.

Die Gäonen erwarten einen Rhodan, der morgens in seinen Kampfanzug springt und den ganzen Tag an der Vormachtstellung der Menschheit arbeitet. Die Gesellschaft, die in dieser Erwartungshaltung lebt, ist dann aber genau ein Zerrbild der terranischen Menschheit, weil sie eben keine Auseinandersetzung mit anderen mächtigen Kulturen kennt. Die Gäonen hatten keine ernst zu nehmenden Gegner. Sie kennen die Auseinandersetzung mit dem Fremden nicht. Dadurch entwickelten sie aber auch keine Toleranz. Und die Umweltangepassten, die Rhodan mitbringt – unter anderem einen grünhaarigen, silberzähnigen Kamashiten – finden sie ebepnso fremdartig falsch wie Rhodans mangelndes Bemühen um die Vorherrschaft der Menschheit.

In den Auftaktband Pr 2920 brachte Leo Lukas den Begriff des Zwiebelschalenmodells ein. Eigentlich sind dies Entwicklungsebenen des kosmischen Bewusstseins. Im Zweiten Solaren Imperium bezeichnet der Begriff Ebenen staatlicher Überwachung.

Dann gibt es jenen Abend, an dem Rhodans Begleiter in der Bar nicht bedient werden, weil sie anders aussehen. Und zwar mit großer Selbstverständlichkeit. Obwohl sie Staatsgäste sind und in der Gruppe sitzen, stellt man ihnen einfach keine Getränke hin. Szenen wie diese sind leider allzu wirklichkeitsecht gezeichnete Schaubilder alltäglicher Diskriminierung.

Von der Handlung her ist »Die Nacht der 1000« die Geschichte eines Attentats. Die sozialkritische Pointe dabei wird nur klar, wenn man sich die Namen aus Leo Lukas‘ PR 2920 gemerkt hat: Der ehrgeizige Attentäter, der zu Beginn aus dem Sekundenschlaf hochschreckt und dann seinen Gegner tötet, wurde von Leo Lukas in PR 2920 eingeführt: Es ist der Jahrgangsbeste, dem jede Karriere offenstand, der strahlende Gegensatz zum Versager Ulvik Gallodoro.

Wie nun die Karriere des Strebers aussieht, der direkt unter den höchsten Würdenträgern seines Staats arbeitet, sich auf Attentate einlässt und dabei verheizt wird, kommentiert die Verhältnisse in einem totalitären Machtgebilde auf kritische Art und Weise, mündet aber zugleich in einen auch ohne PERRY RHODAN-Kenntnisse gut verständlichen Spannungsroman, in der ein Attentat vereitelt wird – vielleicht. Vielleicht zielte die Aktion jedoch auf etwas ganz anderes als man dachte.

Auch diese Geschichte habe ich als Forenspoiler nacherzählt.

Wie gehabt – wer nicht gespoilert werden will,

hört hier auf zu lesen,

genau hier.

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Wer weiterliest – viel Spaß!

Irgendwo auf Gäon erwacht Tysper Tauschlag aus dem Sekundenschlaf, durch den Zaidan ihm entwischte. Seine strahlend weiße Pedgondit-Rüstung, von deren technischen Möglichkeiten wir im Lauf des Romans sehr viel hören und sehen werden, verpasst ihm eine Injektion, dessen üble Nebenwirkungen er in Kauf nimmt, um den Gegner zu erwischen. Der hat sich am äußersten Rand der Kleinstadt verkrochen. Tauschlag folgt der Blutspur des Angeschossenen, bis er sie im Labyrinth der engen Gassen verliert. Nun lauert er im Mondlicht Selenes bei Zaidans Gleiter, der das Funkgerät enthält, denn Zaidan könnte Tauschlags Auftraggeber entlarven. Als der Verfolgte kommt, wird er erschossen, und Tauschlag weiß, dass dem Attentat während des Empfangs, den man zu Perry Rhodans Ehren halten wird, nichts mehr im Weg steht.

Perry Rhodan mag Solastratorin Cassandra Somerset auf den ersten Blick. Doch er ist sich bewusst, wie viele offene Fragen und nicht geklärte Probleme zwischen ihnen liegen. Sie begrüßt ihn in Gäons Hauptstadt Aponte vor ihrem Kapitol, dem aus zwei Türmen bestehenden, blau schimmernden Wolkenkratzer von siebenhundert Metern Höhe, dessen Oberflächen dunkelblau gefärbte Streifen mit X-förmigen Symbolen überziehen. Auf 200 und auf 500 Metern Höhe verbinden zwei überdachte Brücken von fünfzig Metern Länge die Türme.

Der SERUN, in dem Rhodan über den roten Teppich schreitet, kommt gut an: Die Bewohner Apontes erwarten eine dermaßen martialische Aufmachung, und dass er einige Schritte vor seinen Begleitern geht. Die offizielle Begrüßung verläuft reserviert. Einige Besatzungsmitglieder der RAS TSCHUBAI sollen nachkommen, bespricht man, und dann gibt es eine Führung durch ausgesuchte Teile des Gebäudes. Sternenadmiral Dannan fehlt; er ist mit der ARTEMIS, dem imperialen Flottenflaggschiff, auf einer Mission unterwegs.

Rhodan stellt der Solastratorin jene Fragen, über die er beim Gondu schwieg: Warum die Einladung mithilfe der HaLem-Armee auf dem Merkur erfolgte, obwohl er zu Zeiten des ursprünglichen Solaren Imperiums, dem sie nacheifern, nie nach Sevcooris gekommen wäre, sondern den Merkur abgeriegelt und gekämpft hätte. Er spricht die Zerstörung des Taltaansystems an und die suggestive Beeinflussung der Bevölkerung im Solsystem. Cassandra Somerset traut dem Gondunat so etwas nicht zu.

Rhodan glaubt ihr und fragt weiter. Ihn interessiert, was sie über die aktuellen Zustände in der Milchstraße weiß. Nun, die Anliegen der Arkoniden, der Blues-Völker, des Neuen Tamaniums von Vetris-Molaud sind ihr vertraut. Ihre Informationen bezieht sie vom gondischen Mentor des Zweiten Solaren Imperiums, dem Thoogondu Doomadh, von der Gondu-Kontakterin Lupita Shona, vom Ghuogondu Puoshoor und von Gondu Narashim persönlich.

Rhodan lässt seine Begegnungen mit einigen dieser Leute Revue passieren. Er steht ES durchaus kritisch gegenüber. So hat er Mitleid mit dem Gondu, der sich wegen seinerer Abhängigkeit vom Vitalenergie-Akkumulator nicht länger als 62 Stunden von seinem Thron entfernen durfte, was ihm wie ein übler Scherz der Superintelligenz ES vorkommt, oder eine Strafe für seinen Diebstahl. Doch er weiß, dass er mangels Informationen nicht urteilen kann. Diese Zurückhaltung im Urteil haben die Gäonen wahrlich nicht.

Von den Soprassiden weiß die Solastratorin nichts. Auch das glaubt Rhodan ihr unbesehen. Seines Erachtens ist sie keine abgehobene Utopistin, sondern hat einen realistischen Blick für die Dinge; eben eine Politikerin. Sie holt den Thoogondu Doomadh hinzu und die Gondu-Kontakterin Lupita Shona hinzu, die gleich die Symbiose zwischen den Völkern des ZSI in Sevcooris betont. Woran Rhodan die bedenkliche Abhängigkeit des Zweiten Solaren Imperiums vom Goldenen Reich erkennt. Politische Ränkespiele beginnen und diplomatisches Lavieren; eine Kunst, die Rhodan wider Willen im Lauf seines Lebens gelernt hat. Die Holzkästchen, die an Bord der RAS TSCHUBAI aufgetaucht sind, werden angesprochen und das Gefühl, manipuliert worden zu sein … die Reaktionen kann er nicht klar deuten.

Woanders meldet Tysper Tauschlag seinem Auftraggeber Zaidans Tod. Der Mann im Hintergrund duldet kein Versagen, und Tauschlag weiß und billigt, dass ein Scheitern schwer wiegende Konsequenzen haben müsste. Deshalb fragt er, ob Rhodan sicher zur »Nacht der 1000« kommen werde, woraufhin sein Auftraggeber befielt, trotz der 1000 Gäste das Attentat zu planen. Er werde im Notfall dafür sorgen, dass Rhodan da ist.

Das Bankett zu Ehren Perry Rhodans beginnt als voller Erfolg: Die Solastratorin Cassandra Somerset plaudert zwanglos und erzählte sogar einen Rabbiner-Witz, man trinkt Wein von den Welten im Orionsland. Rhodan mag die Frau, denn sie stellt kluge Fragen … hinterfragt aber nicht, was die Thoogondu wirklich mit dem Zweiten Solaren Imperium vorhaben. Unterliegt sie verborgenen Zwängen?

Unter den Gästen sind mehrere neu angekommene Besatzungsmitglieder der RAS TSCHUBAI: Der parasensible ANANSI-Betreuer Shalva Galaktion Shengelaia ist ein Kamashite … doch die Menschen des Zweiten Solaren Imperiums kennen keine Kolonialterraner. Die Haut des Medienwarts Col Tschubai ist tiefschwarz, während hier alle eine bronze- bis hellbraune Hautfarbe haben. Keiner redet mit ihm. Und der Posbi-Sprecher der BETTY TOUFRY, Ariel, ist humanoid, doch sein knapp zwei Meter großer Körper besteht aus silbrig-blauem Metallplast und blaugrünen, türkisen Biomolplast-Fasersträngen. Schlimmer noch: Er ist kritisch und spöttisch, obwohl er als Maschine nur Diener sein sollte. Mit den ersten Reden beginnt der Ärger.

Die Solastratorin rekapituliert die erfolgreichen 1697 Jahre seit der Ankunft der ORION auf Gäonund betont die Gemeinsamkeiten mit den Menschen in der Milchstraße, äußert den Wunsch, dass die Geschichte der beiden getrennten terranischen Staaten bald wieder zusammenlaufen soll. Rhodan stimmt ihr zu und schlägt vor, dass 100 Gäonen mit der RAS TASCHUBAI zurück in die Milchstraße fliegen und die Liga Freier Galaktiker kennenlernen, während 100 Besatzungsmitglieder der RAS TSCHUBAI im Zweiten Solaren Imperium bleiben. Sofort protestiert Doomadh: Man dürfe nichts überstürzen! Rhodan spricht an, dass dies den Interessen des Goldenen Reichs diene, nicht denen der Menschheit, und eine Wiedervereinigung durch die räumliche Entfernung sowieso nicht ginge.

Da platzt Sternenadmiral Arbo Perikles Dannan in die Diskussion. Rhodan versteht, dass dies der eigentlich starke Mann im Imperium ist. Die lockeren Gespräche sind zuende, das Bankett nimmt seinen Lauf, und die Gäste, die gehen können, wirken erleichtert. Da bemerkt Rhodan einen Mann und eine Frau, die an der Tür warten, um zu ihnen vorgelassen zu werden. Dannan und Hedreen kommen zum Tisch von Rhodan und der Solastratorin. Rhodan versucht, zwischen den Zeilen zu lesen. Immerhin erfährt er von Cassandra Somersets engem Kontakt mit ihrem Vorgänger, Syllester Ford, der den Sternenadmiral zu stören scheint.

Die Personen an der Tür sind Journalisten. Dannan betrachtet sie abfällig, während Rhodan die Macht der Presse respektiert und mit den beiden sprechen möchte, woraufhin die Bediensteten die Beiden vorlassen. Sie stellen sich als Vektur Basch und Shari Myre vor. Sie möchten Rhodan für ihren Sender interviewen, ihn der Bevölkerung des Zweiten Solaren Imperiums vorstellen. Dannan rät ab, wegen Kräften und Gruppierungen auf Gäon, die Rhodan kritisch gegenüberstehen. Wenn, dann müsste es sehr starke Sicherheitsvorkehrungen geben.

Offensichtlich wegen der Einwände laden die Journalisten Dannan ebenfalls sein, und die Solastratorin gesellt sich dazu. Die Sendung ist ein einzigartiges Format: Mehrere Gäste stellen sich den Fragen der Journalisten und des Publikums. Eingeladen sind immer 1000 Zuschauer, deshalb heißt sie »Nacht der 1000«. In drei Tagen sei der Termin.

Tysper Tauschlag kann sich auf dem Gelände der »Nacht der 1000« frei bewegen, solange er keinen Verdacht erregt. Er überprüft seine Rüstung, die ihn praktisch unangreifbar macht, testet Deflektor- und Chamäleon-Tarnmodus und Stealth-Technik, ihre hochwertigen Holoprojektoren, ihre Miniaturdrohnen und ihren HÜ-Schirmprojektor. Wobei Finesse und Weitsicht, Intelligenz und Erfahrung seine stärksten Waffen sind. Er weiß, was er kann. Selbstbewusst fragt er nach dem Schutzpersonal und dem Standort der Roboter. Jetzt weiß er, dass er einen Transmitter einschmuggeln muss.

Im prachtvollen Rosewood Palace Hotel werden die Galaktiker wohnen. Das Personal steht Spalier. Doch den Kamashiten mögen sie nicht. Die allgemeine Antipathie verstärkt sich in der Hotelbar: Kamashite, Schwarzer und Posbi werden nicht bedient; ein Paar geht sogar, wegen der unpassend selbstbewussten Art Ariels. Auch die Parade durch die Stadt am Tag darauf, die anfangs einem Triumphzug gleicht, geht bald in geworfenen Pflanzen und Sprechchören unter, die den »Sklaven des Wanderers«, den »ES-Versteher«und »Menschenverräter« beschimpfen. Und auch im Hotel spüren sie nun einen gewissen Rassismus.

Leynib Jónusta vom gäonischen Geheimdienst taucht bei Rhodan auf. Es geht um den TARA, der während der »Nacht der 1000« für seine Sicherheit sorgen soll, er will ihn überprüfen. Rhodan ist mit der Inspektion einverstanden. Und anderswo beschafft Tysper Tauschlags Auftraggeber einen tragbaren Transmitter.

Ein Bote von der RAS TSCHUBAI, Bud Sendill, informiert Rhodan von Gi Barrs Flucht zum Gasriesen Byleist und dass Odin Goya ihn jagt. Dann inspiziert man den TARA-IX-INSIDE, geht seine Ausstattung und Bewaffnung durch. Am Tag vor der »Nacht der 1000« erstattet Sendhill erneut Bericht: Odin Goya ist es gelungen, Gi Barr auf die RAS TSCHUBAI zurückzubringen. Dabei stieß er auf den Begriff »Q-Zündung«. Und: Ein Raumschiff namens IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN sei unterwegs in die Milchstraße oder solle zumindest in Kürze dorthin geschickt werden.

Die »Nacht der 1000« ist ausverkauft, die Bühne des Amphitheaters taghell beleuchtet, während die Zuschauerränge im Dunkeln liegen. Der Beifall klingt nur teilweise positiv. Cassandra Somerset ist allerdings populär – kein Wunder, wenn das Publikum handverlesen war. Neuer Beifall: Vektur Basc führt Arbo Perikles Dannan auf die Bühne. In der Nähe überprüft Tauschlag die Systeme seiner Pedgondit-Rüstung. Zum Transmitter hat er Vertrauen: Die Hyperraumtransporttechnik der Thoogondu ist ausgezeichnet.

Die Show beginnt, Roboter und Soldaten stehen exakt spiegelverkehrt in Position. Das Gespräch dreht sich um die Geschichte des Solaren Imperiums und um Privatleben. Warum Rhodan die Kolonialplaneten in die Unabhängigkeit entließ, birgt Konfliktpotential, Dannan greift ihn an. Dann lieber Ehefrauen und Kinder … von diesem Mix lebt die Show. Die Journalisten drängen ihn zu Vergleichen mit dem Solaren Imperium. Rhodan empfiehlt den Gäonen Unabhängigkeit und Stärke aus sich selbst heraus, fordert Kritik an der gondischen Justiz und an den Gedächtnismanipulationen. Die Gäonen pochen darauf, Realpolitik zu betreiben und fragen Rhodan, ob er nicht von Anfang an die Macht missbraucht hat, mit der man ihn ausstattete – zum Beispiel, als er entschied, wer unsterblich wurde. Er sei von der Menschheit gewählt worden, um ihre Interessen zu vertreten, aber habe nur die eigenen verfolgt. Und so weiter. Da konfrontiert Rhodan Dannan mit dem Projekt »Q-Zündung« und der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN. Dannan ist perplex.

Als Nächstes bekommt Rhodan ein ganz schlechtes Gefühl. Er versteht nicht, woher das seltsame Flimmen und Flirren kommt. Dann beginnt sein eigener TARA zu feuern, auf Dannan. Rhodan springt vor und schützt ihn mit seinem HÜ-Schirm. Zum Glück bewegt sich der TARA auffallend langsam und der Roboter des Sternenadmirals hat die Absicht des terranischen Modells erkannt und Bruchteile von Sekunden vor ihm gefeuert. Im Zuschauerraum bricht Panik aus. Der gäonische Roboter und ein gäonischer Soldat synchronisieren ihren Beschuss. Der TARA wendet sich Cassandra zu, und Rhodan schützt nun sie. Da umklammert Posbi Ariel den feuernden TARA, blockiert ihn, bis er explodiert. Der Anschlag ist gescheitert.

Ein neuer Morgen im Hotel. Der Kamashite geht an den Strand, sonnt sich. So kann er die vom Posbi aus den TARA geholten Bauelemente per Verbindungsmann und Transmitter in die RAS TSCHUBAI schaffen. Eine Diskussion um die Absichten und Gründen beginnt, wird aber unterbrochen: Arbo P. Dannan und Antan Outinen, der Direktor der Solar-Imperialen Abwehr, möchten Rhodan sprechen. Sie fragen nach dem TARA. Unterschwellige Schuldzuweisungen beginnen, und der Kamashite überprüft eventuelle paranormale Begabungen der Gäste – vergeblich. Der Bote von der RAS TSCHUBAI berichtet, dass der TARA vor Ort eine Fälschung war.

Cassandra Somerset ruft Perry Rhodan zu sich. Er besucht die verletzte Solastrorin in der strengstens bewachten Zacu-Kilmartin-Klinik. Sie ist schon auf den Beinen und stimmt zu, mit ihm in den Park zu gehen. Der eintreffende Dannan schimpft, doch sie hat verstanden, dass Rhodan ihr Leben rettete, dass der Anschlag ihr galt und dass er die Klinik nicht für sicher hält. Tatsächlich bleibt Tauschlag, der es bis zu ihrem Krankenzimmer schafft, und sie töten will, erfolglos.

Rhodan bietet Cassandra an, sich an einen sicheren Ort zu begeben: An Bord der RAS TSCHUBAI. Das kann er nicht offen aussprechen, denn Dannan hält entschieden dagegen und er weiß nicht, wo überall Gefahr lauert. Cassandra reagiert diplomatisch: Sie will zu ihrem alten Mentor und Vorgänger Syllester Ford, um Rat einzuholen. Rhodan und Ariel dürfen mit, und Dannan kommt von selber.

In seinem Haus am Mount Ceo begrüßt der 82-jährige Syllester Ford, dessen breites Gesicht von schulterlangem, schlohweißem Haar eingefasst wird, die Gäste, lässt sich alles erzählen, denkt nach. Dann bittet er Rhodan erst einmal um Diskretion gegenüber den nichtmenschlichen Völkern, die dieser gerne verspricht. Daraufhin spricht er über die Wirtschaft, bis Cassandra erschöpft zum Medogleiter will und exakt vor Dannan taumelt, so dass er sie stützen muss. Rhodan und Ford sind allein. Nun redet der alte Mann ganz anders, und durch ein elegantes Manöver wird es plötzlich unabdingbar, dass er, Cassandra und die sympathischen Journalisten, die er zu seinem Haus rief, an Bord der RAS TSCHUBAI kommen.

Tauschlag hat versagt. Er und sein Auftraggeber sind einer Meinung: Er hat den Tod verdient und zerbeißt eine Giftkapsel. Das Letzte, das er wahrnimmt, ist, dass sein Auftraggeber den Ort ihres Treffens verlässt. Es ist …

 

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