Michelle Stern – Das verlorene Volk (PR 2905)

Am 17. Oktober 1551 NGZ betritt Perry Rhodan den prachterfüllten Pentasphärenraumer POTOOLEM und wird zum Gondu Narashim, dem Herrscher des Goldenen Reihes, geführt. Diesmal kein Double, keine Projektion. Die Persönlichkeit des langlebigen Alleinherrschers beeindruckt den Terraner. Sein Thron aus Pedgondit – das Material, das ES den Thoogondu zum Abschied schenkte – hält ihn jahrtausendelang am Leben, solange er sich in dessen unmittelbarer Nähe befindet, und er ist eins mit dem Erinnerungsstrom seiner Vorgänger.

Es ist ein Roman der Begegnungen, Michelle Stern at her best: Wenn das Zwischenmenschliche voll entfaltet und zugleich mit genug Schilderungen von Abläufen und Schauplätzen verbunden ist.

Perry Rhodan lernt viel über die Thoogondu, als die Ärztin, die das verletzte Teammitglied Penelope Assid betreut, entsetzt reagiert, weil er der jungen Frau körperlich fern bleibt, obwohl sie auf dem Rücken liegt, was für die Thoogondu mit ihrem Zusammenrollen und ihrem Knochenpanzer die verkörperte Verletztlichkeit darstellt, die man instinktiv schützen müsste. Im Flaggschiff des Gondu kommt es zu weiteren tiefen Einblicken in das Miteinander dieses Volkes und in seine Geschichte.

Als er die Kleidung der Thoogondu anzieht, betritt er endgültig ihre Welt:

»Rhodan ließ das silbergraue Gewand an. Es passte sich automatisch an, verbreitete eine angenehme Wärme. Entfernt erinnerte es an Kleidung, wie sie der designierte Thronerbe Puoshoor trug, doch es war weniger aufwändig. Mehrere Stoffbahnen lagen kunstvoll übereinanderdrapiert«.

Doch als der Gondu das von ihm angestrebte Bündnis zwischen dem Goldenem Reich und der Milchstraße zur Sprache bringt, bleibt der Terraner zurückhaltend: Er hat erstens zu wenig Informationen, zweitens keine Entscheidungsbefugnis für solch einen Schritt.

Der Gondu macht ihm ein ungewöhnliches Angebot: Rhodan in seine Erinnerungen mitzunehmen. Genauer, in die seines Vorgängers, der in der Epoche lebte, als die Thoogondu noch in der Milchstraße lebten und ES sie verstieß. Die Vorrichtung dazu befindet sich in der POTOOLEM und der Gondu zeigt ihm, wie sie funktioniert. Schon wieder eine Manipulation der Erinnerung!

Aber Rhodan lässt sich darauf ein und erlebt die Geschehnisse durch die Augen Totholaars, des Sohnes und designierten Nachfolgers des amtierenden Gondu Baphoor, der sich aus Spaß und Langeweile in Ganzkörpermaske auf dem primitiven Planeten der echsenhafte Topsider aufhält.

Perry Rhodan erfährt von ihrer Herkunft nahe der Milchstraße, von Begegnungen mit dem Boten und ES und der Superintelligenz, die sie verstieß. Auf Topsid taucht er ein eine männerdominierte archaische Gesellschaft ein, die Thronfolger Tothoolar fasziniert. Als er Topsid verlassen muss und Gondu wird, begleiten ihn die Erinnerungen an jene Zeit. Er will gegen ES kämpfen …

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