Unterwegs in Sachen Alexandra

In diesen Ferien sitze ich mehr am Computer als während der Schulzeit, einfach weil meine Arbeit dann nicht so beim Arbeiten stört. Es ist selbstbestimmtes Arbeiten und fühlt sich deshalb viel besser an. Wobei ich mich so langsam wieder auf meine Schüler freue. An diesem Gefühl merke ich immer, dass ich mich entspannt habe.

Also – was mir langsam, doch nachhaltig zur Heimat wurde, ist die Fanserie DORGON http://www.dorgon.net/. Diese Zusammenarbeit vertieft sich und erweitert sich und in diesem Rahmen ging es auch ganz flott, dass ich von Raimund Peter die Erlaubnis bekam, seine BASIS zu verwenden, auf dem Blog und als Teil einer Collage auf den Beitragsbilder zu meiner Untersuchung über Arndt Ellmer. DORGON ist viel Arbeit und schöne Arbeit und die muss man jetzt einfach weitermachen und vertiefen.

Dann bekam ich vor einigen Tagen die positive Rückmeldung zur Teilnahme am Schreibseminar in Wolfenbüttel. Seminarleiter sind Klaus N. Frick, Chefredakteur von Perry Rhodan und Autor von Punkgeschichten, und Uwe Anton, der ist Perry-Rhodan-Autor und Ex-Expokrat (außer von Miniserien, die expokriert – sagt man das so? – er noch), Experte für Philip K. Dick und Stephen King und Übersetzer von ca. 200 Romanen vor allem von Baldacci. Ich mach‘ auch grad ein Interview mit ihm für die SOL.

Die Annahme hatte mir nervöse Wochen bereitet und ich war äußerst erleichtert, als eine Freundin schrieb, sie sei angenommen und mein Name sei auch auf der Liste. Sonst wäre ich beim Öffnen meines Umschlags am nächsten Tag wahrscheinlich gestorben vor Angst und dann wäre nicht nur das Porto verschwendet gewesen, sondern auch der nervliche Aufwand an sich. Und meine Vorbereitung. Ich fühle mich halt immer am wohlsten, wenn ich im Vorfeld die Eventualitäten in weitem Rund abgehe und sicherlich habe ich es wieder mal übertrieben damit. Ach was.

Das Seminarprogramm spricht:

»Zeitreisende, Zombies und Zentauren – die phantastische Literatur hat in Science Fiction, Fantasy und Horror Hochkonjunktur. Die kurze Form ist vielleicht die Königsform dafür und ein guter Start, denn fast alle klassischen Autoren der Phantastik publizierten ihre ersten Texte in Zeitschriften.

Im überschaubaren Raum einer Kurzgeschichte kann man eine Idee entwickeln und sie in einem phantastischen Szenario ansiedeln. Aber wie kommen wir vom Anfang der Geschichte über die Mitte bis zum Ende?

Dieses Seminar hilft, einen originellen Plot zu entwickeln, phantastische Kurzgeschichten zu verfassen und zu bearbeiten. Die Autorinnen und Autoren lernen, welches Potenzial in ihren Texten steckt, wie sie typische Fehler vermeiden und ihre Schreibfähigkeiten verbessern können.«

http://www.bundesakademie.de/programm/literatur/do/veranstaltung_details/lit15-16/

Ich lach mich scheckig. Allerdings erst mal aus Erleichterung – alles andere ist noch nicht so durchs Bewusstsein gedrungen – und dann irre kichernd oder so in den Raum hinein, weil sie diesmal keine Schreibaufgabe gaben, nichts Definiertes außer „Schreiben Sie eine phantastische Kurzgeschichte“ auf acht Normseiten. Wo bitte schön soll man  sich da festhalten?

Gut, ich konnte eine angefangene nehmen, die mich interessiert. Wie lang so paar Seiten werden können, wenn man im Kopf hat, dass die Seitenanzahl begrenzt ist und die Füllung sinnvoll werden sollte! Wobei mir grad auffiel, dass es acht sind und ich jetzt die ganze Zeit von zehn ausging. Dass ich also, wenn ich die fliegenden Fragmente der zweiten Hälfte verknüpft und ausgestaltet habe, im nächsten Arbeitsschritt noch mal alles ausmisten muss an redundantem Material, das rausfliegen kann, so dass es wieder kürzer wird. Ich muss mir dann möglichst lebhaft einreden, dass es nicht mein Text ist, sondern ein fremder. Bei anderen habe ich wenig Probleme mit dem Ausfilzen. Erneut also eine Frage der Phantasie.

Im Praktischen was anderes: Grad hab‘ ich gelernt, wie man auf eine .pdf korrigiert. Damit mach‘ ich jetzt wohl mal weiter. Und mit einem Telefonat. 

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2 Comments

    1. Danke! Ich bin eigentlich auch so aufgeregt, dass zu befürchten wäre, ich könnte mich selbst blockieren.
      Andererseits kenne ich jetzt schon mehrere, die dort waren, so dass für mich ein Kontinuum entsteht und ich an das Wochenende an sich nicht zu ausschließliche Erwartungen herantrage. Also, weil ich sowieso in einem Vorher und Nachher und Nebenher drin bin.
      Das läuft schon, und wenn ich dann gerade zu doof bin, was zu lernen, kann ich’s überbrücken.

      Gefällt 1 Person

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