Hubert Haensel in seinem Arbeitszimmer

Am achten Januar 2016 schrieb ich an Hubert Haensel mit der Bitte um Kenntnisnahme der überarbeiteten Stilanalyse, betitelt „Raum und Körperlichkeit“, auf diesem Blog. Und dass in seinem Falle das offizielle Autorenfoto, das zu verwenden mir Klaus N. Frick erlaubt hat, schon ganz arg veraltet sei. Und ob ihm das mit dem Wolkenbild überhaupt passe.

Hubert Haensel war längere Zeit krank, hatte im Januar schon wieder zu schreiben begonnen, mutete sich aber keine zusätzliche Belastung zu. Die beiden zusammengefügten und gestrafften Ursprungstexte kannte er ja auch.

Mittlerweile bin ich auch fast dran gewöhnt, dass Autoren erschrecken, wenn ich sage, dass ich Analysen schreibe. Ohne Namen nennen zu wollen – es gab mindestens ein Gesicht, das hätte man fotographieren müssen. Andere schreiben im Textfluss, lassen ihre Figuren sich entwickeln oder so und haben kein Verständnis für meinen Textzugang. Was ihr gutes Recht ist, auch wenn es mich befangen macht. Denn das verstehe ich wiederum nicht.

Um so mehr freute es mich, dass heute, läppische fünfeinhalb Monate nach dem Senden des Links und vier Wochen nach der Anfrage wegen des Fotos, eine sehr witzig geschriebene und freundliche Antwort kam. Das Wolkenbild samt Titel erinnert ihn an Reinhard May und das Autorenfoto empfindet er als nettes Zeitparadoxon, da es älter sei und er darauf trotzdem jünger aussehe:

Haensel-Beitragsbild
Das Copyright des Fotos von Hubert Haensel hat der Pabel-Moewig-Verlag – Collage von Konrad Storost

Der Titel passt ihm auch, was eine bei mir stets im Hintergrund nagende mentale Unruhe beschwichtigt, weil ich ihn ziemlich persönlich finde.  An neuerem Foto habe er eins von sich am Schreibtisch, das könne ich haben. Also nahm ich es als Beitragsbild für diesen Post. Und ich lasse das Wolkenfoto, wenn’s ihm schon gefällt.

Die Analyse habe er nur überflogen, meinte er, weil er die Teile sowieso kannte, und ist auch nicht weiter in die Befunde reingegangen – was mich jetzt halt schon sehr interessiert hätte, doch er braucht die Zeit wirklich für sich selber – aber er hat meine Untersuchungen zur Übersetzungstechnik der französischen Ausgabe gelesen, was mich wirklich freut, und den dort dargelegten Balanceakt zwischen Beibehalten und behutsamen Modernisieren interessant gefunden. Was mir als Feedback vom Bearbeiter der Silberbände einfach mal richtig guttut. 

 

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